Eine moderne Alternative zur Lesebrille

Die Mikrolinse ist eine hauchdünne Linse, die in die Hornhaut eingesetzt wird. Sie wird bei Patienten ab dem 40. Lebensjahr eingesetzt, die bereits Symptome der Alterssichtigkeit (Presbyopie) aufweisen. Ein Anzeichen für das Vorliegen einer Alterssichtigkeit kann das unscharfe Sehen in der Nähe sein. So können Betroffene beispielsweise die Zeitung, das Smartphone-Display, die Speisekarte im Restaurant oder die Etiketten im Supermarkt ohne Lesebrille nicht mehr deutlich erkennen. Die Mikrolinse sorgt für mehr Lebensqualität in solchen Situationen und ist dabei eine moderne Alternative zu multifokalen Kontaktlinsen sowie zu Lese- und Gleitsichtbrillen.

Ältere Frau, die auf ein Tablet schaut

Was ist eine Mikrolinse und wie funktioniert sie?

Eine Mikrolinse ist ein hauchdünnes Hornhautinlay, das mithilfe eines Femtosekundenlasers in die Hornhaut des Auges eingesetzt wird. Sie eignet sich insbesondere für Patienten, die bereits Symptome der Alterssichtigkeit aufweisen. Die Mikrolinse ist deutlich kleiner als eine normale Kontaktlinse und hat einen Durchmesser von nur 3,2 Millimeter. Optisch ähnelt die Mikrolinse einer bifokalen Linse mit zwei Sehstärken, allerdings befindet sich die optische Zone, also die Sehstärke, nur im äußeren Ring der Linse. In der Mitte der Mikrolinse befindet sich eine Öffnung, durch die die Versorgung der Hornhaut gewährleistet wird. Die hauchdünne Mikrolinse wird nur in die Hornhaut des nicht dominanten Auges eingesetzt, sodass bei dem Eingriff nur ein Auge behandelt wird.

Vorder- und Seitensicht einer Mikrolinse

Nach dem Einsetzen einer Mikrolinse, sollte sich die Sehkraft in der Nähe deutlich verbessern. Die Sehkraft in der Ferne wird durch die Mikrolinse nicht beeinträchtigt, da sich das Gehirn schon nach kurzer Zeit an den neuen Seheindruck gewöhnt.

Vorteile der Presbia Flexivue Microlens™

  • Erstes Hornhautinlay mit einer Sehstärke
  • Verbesserung des Sehens in der Nähe
  • Minimalinvasive und schmerzfreie Implantation
  • Natürliche Augenlinse bleibt erhalten
  • Nur das nichtdominante Auge wird behandelt
  • Austausch oder Entfernung der Mikrolinse jederzeit möglich
  • Keinerlei Beeinträchtigung der Fernsicht auf beiden Augen

Die Presbia Flexivue Microlens™ ist seit 2008 CE-zertifiziert und in 30 europäischen Ländern verfügbar. Die Presbia Flexivue Microlens™ ist das erste Hornhautinlay mit Sehstärke, das mithilfe des Femtosekundenlasers im Rahmen eines minimalinvasiven Verfahrens schmerzfrei implantiert werden kann. Bei diesem schonenden Verfahren wird kein Hornhautgewebe abgetragen und die natürliche Linse des Auges bleibt erhalten. Die Mikrolinse besteht aus einem verträglichen Polymer, das sich bereits bei der ICL-Linse bewährt hat.

Die Presbia Flexivue Microlens™ verfügt über neun verschiedene Sehstärken und kann daher individuell an die Sehbedürfnisse des Patienten angepasst werden. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit die Mikrolinse bei fortschreitender Alterssichtigkeit gegen eine andere Sehstärke auszutauschen oder wieder ganz zu entfernen.

Ob beim Kochen, Einkaufen oder im Büro – mit der Presbia Flexivue Microlens™ verhelfen wir Ihnen zu mehr Lebensqualität.

Mann sitzt vor Laptop
Frau im Supermarkt

Voraussetzungen für den ambulanten Eingriff

Die Presbia Flexivue Mircrolens™ wird bei Patienten ab dem 40. Lebensjahr eingesetzt, die bereits Symptome der Alterssichtigkeit (Presbyopie) aufweisen. Die Mikrolinse kann hier eine gute Alternative zu einer Lesebrille, Gleitsichtbrille oder multifokalen Kontaktlinse sein.

Grundvoraussetzungen für den Eingriff:

  • Die Hornhaut des Auges weist die nötige Dicke auf
  • Sie haben keine weiteren Augenkrankheiten
  • Sie tragen keine Brille oder Kontaktlinsen für die Ferne

Das Einsetzen der Mikrolinse kann für Patienten auch dann geeignet sein, wenn sich diese bereits einer LASIK oder einer PRK unterzogen haben. Auch Patienten, bei denen aufgrund des Grauen Stars bereits eine monofokale Linse implantiert wurde, können für das Verfahren geeignet sein.

Gerne beraten wir Sie, ob Sie für das Einsetzen der Presbia Flexivue Mircrolens™ geeignet sind. Um eine genaue Einschätzung treffen zu können, ist eine augenärztliche Voruntersuchung notwendig.

Dr. med. Christoph Eckert und Dr. med. Sophie Eckert

Sie sind sich unsicher, ob Sie für die Presbia Microlens™ geeignet sind?

So wird die Mikrolinse eingesetzt

Das Einsetzen der Presbia Flexivue Mircrolens™ erfolgt über einen kleinen, ambulanten Eingriff mit dem Femtosekundenlaser. Vor der Operation wird das Auge lokal betäubt, sodass ein schmerzfreier Eingriff möglich ist. Damit Ihnen der Ablauf beim Einsetzen einer Mikrolinse verständlicher wird, möchten wir Ihnen untenstehend die einzelnen Schritte des Eingriffes verdeutlichen.

Grafik Betäubung des Auges

Betäubung des Auges

Vor dem Einsetzen der Mikrolinse bekommen Sie von uns betäubende Augentropfen, die wie ganz normale Augentropfen in Ihr Auge gelangen. Durch die Betäubung verspüren Sie während dem Einsetzen keine Schmerzen, sodass eine Narkose nicht notwendig ist.

Grafik Präparierung der Hornhaut

Präparierung der Hornhaut

Mit dem Femtosekundenlaser wird beim zu behandelnden Auge eine Tasche in die Hornhaut präpariert.

Grafik Einsetzen der Mikrolinse

Einsetzen der Mikrolinse

In die aus dem vorherigen Schritt präparierte Tasche wird die Mikrolinse nun mit einem speziellen Inserter vom behandelnden Augenarzt eingesetzt.

Grafik Positionierung der Mikrolinse

Positionierung der Mikrolinse

Der behandelnde Augenarzt positioniert die Mikrolinse in der Sehachse des Auges.

Grafik Nach dem Eingriff

Nach dem Eingriff

Das Verschließen der Hornhauttasche mit einer Naht ist nicht notwendig, da sich diese von selber wieder verschließt. Nach der Behandlung ist es wichtig, sich an die Anordnungen des behandelnden Augenarztes zu halten.

Dr. med. Christoph Eckert und Dr. med. Sophie Eckert

Sind Sie am Einsetzen einer Mikrolinse interessiert?

Häufige Fragen zur Mikrolinse

Die gesetzlichen Krankenkassen übernehmen die Kosten in der Regel nicht. Mehr Spielraum haben hier die die privaten Krankenversicherungen. Auch sie sind jedoch von Gesetzes wegen nicht verpflichtet, die Kosten für eine Behandlung zu übernehmen. Eine operative Behandlung Ihrer Fehlsichtigkeit kann jedoch steuerlich geltend gemacht werden, da eine Fehlsichtigkeit als Krankheit eingestuft wird und manche Verfahren zur Linsenkorrektur als entsprechende Heilbehandlungen definiert werden.

Nein, die Mikrolinse ist von außen nicht sichtbar, da sie so klein wie die Pupille und transparent ist. Durch die Platzierung genau über der Pupille im Auge ist sie für andere Menschen, die von außen in das Auge schauen, völlig unsichtbar.

Da beim Einsetzen einer Mikrolinse die natürliche Linse des Auges erhalten bleibt, kann die Linse zu einem späteren Zeitpunkt ohne weiteres entfernt und durch eine multifokale Kunstlinse wie beim CLE ersetzt werden. Wenn es sich bei der Kunstlinse um eine monofokale Linse handelt, wie sie üblicherweise beim Grauen Star eingesetzt wird, kann die Mikrolinse sogar im Auge verbleiben, sodass der Patient weiterhin davon profitieren kann.

Die Mikrolinse kann in jedem Fall wieder ganz aus dem Auge entfernt werden. Es besteht die Möglichkeit die Mikrolinse bei fortschreitender Alterssichtigkeit gegen eine Linse mit anderer Sehstärke auszutauschen.

Die Mikrolinse sollte bei fortschreitender Alterssichtigkeit oder bei Veränderung der Sehstärke ausgetauscht werden.

Das ICL-Verfahren eignet sich besonders für Patienten, die unter einer Fehlsichtigkeit leiden und hohe Dioptrienwerte aufweisen: bei Kurzsichtigkeit -0,5 bis -18 dpt., bei Weitsichtigkeit +0,5 bis +10 dpt. und bei Patienten mit einer Hornhautverkrümmung bis -6 dpt. Die Presbia Flexivue Mircrolens™ ist insbesondere auf die Symptome der Alterssichtigkeit spezialisiert und wird bei Patienten eingesetzt, die eine Alternative zu multifokalen Kontaktlinsen sowie zu Lese- und Gleitsichtbrillen suchen.